Hurra! Die Pilze sind da!

Ich finde Pilze einfach Klasse! Und das nicht nur, weil einige von ihnen wirklich gut schmecken. Sie sind wie kleine Überraschungseier im Wald. Dort, wo gestern noch nichts war, leuchtet heute ein rosa Kunstwerke mit vielen kleinen Punkten. Sie kommen über Nacht. Dank meiner Hunde bin ich sehr viel im Wald. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die „in die Pilze gehen“. Ich gehe in den Wald, und das bei fast jedem Wetter. Da ich meist meine Kamera dabei habe, muss ich sie dann natürlich auch fotografieren!

Leider ist das Fotografieren von Pilzen aber eine Kunst für sich.

Erstens muss man dafür bereit sein, sich zwischen Brombeerzweigen, Ameisen und allen möglichen anderen Dingen, die auf einem Waldboden herumschwirren, auf den Bauch zu legen. Da schaut dann sogar der Hund etwas verwundert.

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Und das Resultat ist leider manchmal enttäuschend.

Pilze sind leider schwierige Modells. Oft stört ein Grashalm oder eine tote Mini-Fliege, die so klein ist, dass man sie später erst am Monitor entdeckt. Man kann das natürlich leicht wegstempeln, aber trotzdem … Außerdem ist es fast unmöglich, mit einer offenen Blende im typischen Makro-Abstand einen Pilz gleichmäßig scharf zu bekommen. Außerdem sind die Lichtverhältnisse am Waldboden oft sehr schwierig, und häufig einfach auch langweilig. Deshalb verwenden viele Fotografen auch Taschenlampen, um die Pilze in ein spannendes Licht zu rücken

Richtige Pilz-Fotografen haben deshalb ihre besonderen Methoden und setzen ihre zauberhaften Bilder aus Fotoserien zusammen. Diese Methode nennt sich Focus-Stacking und ist nur mit einer stabilen Unterlage und einem Fernauslöser möglich. Der Fotograf stellt den Focus immer wieder neu ein. Dafür nutzt der Profi-Fotograf einen genauen Aufnahmeplan, damit jeder einzelne Bereich des Pilzes am Ende scharf ist. Am Ende setzt er dann die vielen Fotos mithilfe von Photoshop zusammen. Der ganze Vorgang ist sehr kompliziert und verlangt viel Geduld und Können. Da ich immer mit Hund im Wald bin, habe ich diese Methode bisher noch nicht einmal getestet. Ich habe keine Ahnung, wie lange es dauert, bis eine perfekte Focus-Aufnahmereihe im Kasten ist – aber die Dauer ist sicherlich größer als die Geduld meine vierbeinigen Freundes.

Deshalb werden meine Pilz-Fotos auch niemals Profi-Niveau erreichen. Nicht einmal annähernd. Sie entstehen aus reine Freude an der Natur. Allerdings denke ich, dass ich demnächst mal eine Taschenlampe mitnehmen werde. Ich würde gerne einmal einen Pilz von unten beleuchten und damit einen interessanten Effekt erzielen.

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