Smartphone oder Spiegelreflex?

Diese Frage ist ja wahrlich nicht neu. Fachzeitschriften analysieren immer wieder in langen Artikeln bei jeder neuen Smartphone-Generation die positiven Entwicklungen der eingebauten Kameras. Es ist erstaunlich, was diese kleinen Dinger inzwischen leisten!

Ich neige auch mehr und mehr dazu, einfach nur mein iPhone zu zücken. Das macht Spaß, und ich halte wirklich sehr viele private Augenblicke ganz spontan mit dem iPhone fest und freue mich sehr oft über das Ergebnis. Schließlich ist meine Nikon mit ihren drei großen Objektiven auch ganz schön schwer. Man hat sie einfach nicht immer dabei und griffbereit.

Gibt es überhaupt noch einen Grund, das schwere Ding herumzuschleppen?

Als ich neulich an der Befreiungshalle stand und auf die Donau blickte, machte ich erst ein Foto mit meinem iPhone – und dann eines mit meiner Nikon. Wo liegt also der Unterschied?

iphone-richtig

 

ausblickdonau (1 von 1)

Unmittelbar kann man keinen Untersschied erkennen.

Ich habe das iPhone-Foto für den Vergleich oben zugeschnitten und das gleiche Format verwendet, da man ja sonst das Foto am typischen Hochformat erkennen würde … Und? Seht Ihr einen Unterschied? Nein?

Hier ist das iPhone-Foto im Ganzen:

ausblickiphone

Ist doch ganz nett, oder? Das dachte ich auch und war ganz happy, als ich da stand und das Foto auf dem Display bewunderte.

 

Zum Glück habe ich dann aber doch noch mit der Nikon und mit Weitwinkel fotografiert.

Denn zuhause konnte ich am Monitor die Unterschiede klar erkennen

 

Sie werden deutlich, wenn man Ausschnitte vergrößert und genauer ansieht:

 

ausschnitt1ausblickiphone3

Der schöne Herbstwald am Ufer der Donau verschwindet völlig auf dem iPhone-Foto …

 

Für Veröffentlichungen im Internet ist dieser Qualitätsunterschied eigentlich egal. (Siehe die beiden Vergleichsfotos weiter oben).

Wer aber davon träumt, eigene Fotos auszudrucken und an die Wand zu hängen, oder wer nur einen Ausschnitt aus einem Foto verwenden möchte, kann mit einem Smartphone-Foto nichts anfangen. Dabei arbeite ich sogar mit einem der neuesten iPhones, das bereits mit einer Doppel-Kamera ausgerüstet ist und Fotos mit einer Auflösung von 12 Megapixel liefert.

Dabei ist die Auflösung eigentlich nicht alles. Ich bin kein Techniker, kein Optiker und keine ausgebildete Fotografin. Ich kann es rein technisch nicht erklären – aber wirklich gute Objektive sind nun mal schwer, haben dicke Gläser und sind teuer. Das kommt bestimmt nicht von Ungefähr.

Kleine Mini-Kameras können einfach nicht das gleiche liefern, obwohl das sicherlich auch mal kommen wird.

Mein iPhone kann heute ja sehr viele nette Sachen, u.a. mit der „Portrait“-Funktion eine offene Blende vorspiegeln, so dass der Hintergrund unscharf wird. Auch Zoomen kann es natürlich. Aber nicht sehr weit und nicht sehr tief. Jedenfalls nichts im Vergleich zu meiner Nikon.

Hier eine gezoomte Spiegelung am Fluss. Man sieht eigentlich gar nicht, was ich da fotografieren wollte.

spiegelungiphone

Und hier die Spiegelung gegenüber am anderen Flussufer mit der Spiegelreflexkamera und einem 300-mm-Objektiv.

spiegelung2-web.jpg

Schon ein Unterschied, oder?

Was aber auch sehr wichtig ist:

Ich arbeite wirklich wahnsinnig gerne mit den Einstellungsmöglichkeiten einer „richtigen“ Kamera. Ich überlege mir genau, welche Blende zu welchem Objektiv und zu welchem Motiv passt … Manchmal wird das Resultat dann nicht so gut, wie ich gehofft hatte. Manchmal geh ich heim und denke, ohje …. bei dieser hohen Blendenzahl hätte ich doch die ISO höher einstellen müssen.

Aber was solls? Es ist ja ein Hobby, ich MUSS keine perfekten Fotos abliefern, wie ein Berufsfotograf. Ich darf Fehler machen und dabei kontinuierlich lernen.

Wie seht Ihr es? Warum schleppt Ihr immer noch die schwere Spiegelreflex mit euch herum, wenn Ihr sicherlich auch ein Smartphone habt?

 

 

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