Ruanda – Teil 2 – Landschaft und Tiere

Ruanda ist ja hauptsächlich für seine Gorillas in den von ewigen Nebeln umgebenen Bergen bekannt. Ich musste bei meiner Reise wählen – entweder ein Tag bei den Gorillas oder ein Tag in der Savanne. Da ich schon mein ganzes Leben von einem Tag „Out of Africa“ geträumt habe und schon immer eine Fotosafari machen wollte, habe ich mich für die Savanne entschieden. Natürlich unter dem Vorbehalt, dass ich wieder kommen und das nächste Mal die Gorillas besuchen werde.

Ich habe meine Entscheidung nicht bereut. Es wurde ein lange Tag im offenen Jeep, vorbei an Giraffen, Nilpferden, Vögeln, kleinen Gazellen, Zebras. Viele waren zum Greifen nahe, und es war ein unvergessliches Erlebnis, so durch eine weite Landschaft zu fahren und all die Tiere zu sehen, die sich ohne Scheu und Angst frei bewegen. Es ist der Akagera Nationalpark, und ich kann allen Zentral-Afrika-Reisenden einen Besuch nur empfehlen, obwohl die dazu gehörende Lodge irgendwann in den 70er Jahren stehen geblieben ist.

Es gibt ein altes Märchen. Als Gott die Welt erschuf, ließ er einen Diamanten fallen – und es entstand Ruanda. Es ist ein unfassbar schönes Land, das ich unbedingt wieder besuchen möchte. Es hat eine schreckliche Geschichte, und es erfüllt einen mit Trauer, wenn man weiß, dass jeder Ruander, der einem begegnet und älter als 25-30 Jahre ist, irgendetwas fürchterlich Traumatisches erlebt haben muss. Leider brodeln in den Nachbarländern immer wieder Konflikte zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen auf. Ich hoffe sehr, dass es nie wieder so weit kommen wird. Never again, nicht nur für Ruanda, sondern für die gesamte Region.

Hügel, Hügel, Hügel

Die Savanne im Osten des Landes ist untypisch für Ruanda. Ansonsten besteht das kleine Land ausschließlich aus Hügeln und Bergen. Ich war während einer sehr regnerischen Woche in Ruanda, und wenn es dort regnet, regnet es wirklich! Die Ablaufkanäle neben den Straßen waren überall in der Stadt einen Meter breit und mindestens einen Meter tief. Da die Städte in der Nacht sehr schlecht beleuchtet sind, hatte ich oft Angst, in einen solchen Regengraben zu fallen. Das Land ist grün und duftet, und überall sieht man Menschen, die in der Erde graben und etwas anpflanzen. Eine menschenfreie Landschaft habe ich nur sehr selten und nur für ganz wenige Sekunden gesehen.

hier sieht man im Vordergrund einen Regengraben

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